Huch, ein Buch! Da lachen ja die Bücher vom 15. bis 19. Mai 2017

Jugend- und Kinderliteratur oder was ein Festival schafft und was nicht!
Jedes Jahr in den letzten 6 Jahren haben Meike Heinigk von der Centralstation, die Kinder- und Jugendbuchautorin Ilona Einwohlt und Alfred Hofmann vom Bessunger Buchladen versucht, ein Motto mit den dahinterstehenden Büchern für eine Woche guter literarischer Unterhaltung für Kinder und Jugendliche zu finden.
Noch nie ist es uns so schwer gefallen wie im Jahr 2017, etwas zu den Themen Humor und Witz bei den Verlagen im Kinder- und Jugendbuch zu finden.
Der Humorforscher Professor Rainer Stollmann von der Universität in Bremen ist der Auffassung Menschen lachen seit etwa acht Millionen Jahren. Also schon die Vorfahren der Menschen haben gelacht. Das Lachen ist älter als der aufrechte Gang, die Sprache und die ersten Erfindungen von Werkzeugen. In Afrika wird am meisten gelacht, weiß der Experte. Die Menschen dort lachen auch über Dinge, über die wir uns ärgern. Zum Beispiel über Missgeschicke. Lachen hat also nichts mit Reichtum zu tun. Und auch Schadenfreude, also wenn jemand ausgelacht wird, ist in Afrika nichts Schlimmes. In Europa lachen die Engländer am meisten. Die sind die „Weltmeister des Humors“, meint Rainer Stollmann. In England und in Amerika ist Lachen mehr im Alltag verankert als bei uns. „Die Deutschen trennen Lachen und Ernst viel stärker.“ Wie viel jemand lacht, hängt auch von seiner Position ab: „Unten wird immer mehr gelacht als oben“, meint Rainer Stollmann. Das bedeutet: Mächtige lachen weniger. Im Mittelalter hat die katholische Kirche Lachen verboten. Weil Jesus in der Bibel nicht lacht, sah die Kirche lachen als teuflisch an. Sie war daher auch lange gegen ausgelassene Feiern. Noch immer ist Lachen in der Kirche während eines Gottesdienstes nicht angebracht, zumindest in Deutschland. Erwachsene lachen am Tag etwa 20 Mal, Kinder bis zu 200 Mal. Warum Verlage das nicht nutzen sondern stattdessen die tagtägliche Problembelastungen auch noch ins Kinder- und Jugendbuch bringen, lässt sich wohl am Besten damit erklären das die Bücher von Erwachsenen gemacht werden. Professor Stollmann diskutierte übrigens am 6. Dezember 2015 mit Cordula Stratmann und dem Philosophen Manfred Geier im Staatstheater Darmstadt bei den Darmstädter Gesprächen darüber, " Ist das Lachen eine conditio humana? Gibt es den „homo ridens“ und wenn ja, wann hat er gelebt, was für eine Welt bringt er hervor und wieso schenken wir diesem heiteren Zeitgenossen in uns so verdammt wenig ernsthafte Aufmerksamkeit?"
Wir wissen nun, für den Humor und das Lachen sind wir schon selbst verantwortlich. Wir können als Organisatoren des Festivals "Huch, ein Buch" anregen, dem Humor und dem Lachen einen größeren Raum zu geben, auch in der Schule.
Wir können sicher auch anregen mehr witzige Texte zu lesen als ernsthafte. Eine gute Komödie ist schwieriger zu schaffen, als ein gutes Drama, könnten wir behaupten. Aber mit witzigen Texten, fängt man vielleicht mehr Kinder und Jugendliche ein, als mit ernsten. Letztlich geht es uns aber immer darum, dem Lesen und Vorlesen einen großen Raum zu geben. Damit spielen wir eine Woche lang in ganz Darmstadt herum. Und dann, lesen Kinder- und Jugendliche mehr und lieber?, sind die Verantwortlichen der Stadt der
Auffassung, alles für den Anschub getan zu haben?, ist alles wieder vergessen und wird vom Alltag eingeholt? oder?. Ehrlich gesagt, wir wissen es nicht. Jedenfalls sind wir vom Buchladen der Auffassung alle um "Huch, ein Buch" sind "gut aufgestellt", aber wenn es um Sponsoren suchen geht oder um das werben um Schulen und Lehrer, fängt jedes Jahr alles wieder von Vorne an. Eigentlich gibt es dafür keinen Grund, denn der Neueste Chancenmonitor Schule der Bertelsmann-Stiftung besagt, dass hessenweit die Lesekompetenz der Neuntklässler in Hessen der, der Siebtklässler etwa aus Sachsen und Thüringen entspricht.

Jugend- und Kinderliteratur "Huch, ein Buch": Das Programm, Da lachen ja die Bücher

Sprachwitz und Humor
zeichnen das Festivalmotto 2017 aus, das sich wie immer an Jugendliche und Kinder von 17 bis 3 Jahren wendet. Dieses Mal zu Gast unter anderem Timo Parvela, der mit seinen „Ella“-Büchern in Deutschland längst Kultstatus erreicht hat und in seinen Geschichten zeigt, dass auch der Schulalltag echt witzig sein kann (wenigstens in Finnland); außerdem
Rüdiger Bertram, dessen „Coolman“ nicht minder bekannt ist – tausende Jungs lieben ihn. Die Lesebühnenautorin Kirsten Fuchs präsentiert den Waldschrat Miesepups, Fans von Poetry Slam kommen bei Lars Ruppel auf ihre Kosten und Tobi Katze tanzt Rock’n’Roll mit Buchstaben. Ein buntes und hochkarätiges Programm, das mehr will, als Kinder zu bespaßen, nämlich Freude an Literatur und Lesen vermitteln – und nebenbei zum Nachdenken anregen und dazu, sich eine eigene Meinung zu bilden.
Zusätzlich zu den öffentlichen Terminen können die Autoren auch direkt an Schulen in Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg eingeladen werden.
Eine tolle Sache – findet auch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, welches das Festival mit dem Hessischen Leseförderpreis 2015 ausgezeichnet hat!
Das Programm als pdf-Dokument unter: http://www.centralstation-darmstadt.de/wpcontent/uploads/2017/03/CS_Huch...

Humor ist wenn man trotzdem lacht!
Eintrittskarten / Ticketpreise je Veranstaltung – sofern nicht anders angegeben: VVK 5,40 €, TK 6 €. Ermäßigter Preis für Gruppen je Veranstaltung und Ticket im VVK 4 €, erhältlich unter Telefon 06151-7806-900 (Ansprechpartner: Tanja Sorger oder Sören Michaelis) oder per E-Mail an huch@centralstation-darmstadt.de.
Die Veranstaltungen sind bestuhlt, freie Sitzplatzwahl! Einlass: 15 Minuten vor Veranstaltungsbeginn Die Eintrittskarten gelten nicht für die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs. Zusätzlich zu den öffentlichen Terminen können einige der Autoren auch direkt an Schulen in Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg eingeladen werden, um aus einem ihrer Werke zu lesen. Bei Interesse melden Sie sich bitte ebenfalls bei Tanja Sorger oder Sören Michaelis unter oben genannter Telefonnummer.
Gesamte Klassensätze der einzelnen Titel des Festivals können im Vorfeld über den Bessunger Buchladen geordert werden. Zu vielen der Bücher sind auch Unterrichtsmaterialen im Handel erhältlich. Während der Lesungen im Mai werden alle Titel im Umfang etwa eines Klassensatzes am Büchertisch am Veranstaltungsort zur Verfügung stehen.

Wie beeinflussen Medien unser Leben?
Ob durch das Fernsehen, die Zeitung, Bücher oder das Internet. Laut einer 2009 erschienenen Studie wird in Österreich, jeder Mensch durchschnittlich bis zu 100mal täglich mit irgendeinem dieser Medien konfrontiert. Weiter sollen Medien mehr Einfluss auf Kinder haben als Eltern, Lehrer oder Freunde. Das gilt für neuere wie für konventionelle Medien. Dabei wurde der Mediengebrauch bei Jugendlichen zwischen 10 und 16 Jahren von Buch und Fernsehen bis zu Internet und SMS untersucht. Die Wirkungsmacht der Medien auf Kinder soll jedoch kein Schreckensszenario für Eltern und Pädagogen darstellen. Vielmehr will die Studie damit Konzepte finden, Kindern und Jugendlichen mit Hilfe moderner Medien spielerisch Wissen zu vermitteln. Die Medien sind mit einem gewaltigen, ineinander verstrickten Netz zu vergleichen, welches sich fest in unser Alltagsleben integriert hat, und dem wir uns nur sehr schwer entziehen können. Diese Tatsache bietet ein breites Spektrum an Möglichkeiten, nicht nur für die Konsumenten – wie etwa zur schnellen und gezielten Informationsbeschaffung, Kommunikation, Bildung oder Unterhaltung.
Auch in Politik, Wirtschaft und Religion spielen die Medien eine zentrale Rolle. Dort können durch gezielte Falschinformationen, oder einfach durch Unterschlagen von Meldungen,
gewisse Parteien, Firmen oder religiöse Gruppen benachteiligt, beziehungsweise bevorzugt werden. Handy und Internet stellen in der modernen Gesellschaft eine wichtige Kommunikationsschnittstelle dar, sowohl für Jugendliche als auch Erwachsene. Ob durch Telefonate, SMS, oder E-Mails. Aufgrund der sich stetig verbessernden Technologien im
Kommunikationssektor fällt es uns immer leichter, uns zu organisieren und zu verabreden. Das hat jedoch zur Folge, dass unser Leben immer schneller und hektischer wird.
Oftmals bleibt uns keine Zeit zur Entspannung, da man ständig damit beschäftigt ist zu telefonieren, oder Mails zu schreiben.
In manchen Haushalten strukturiert das Fernsehprogramm sogar schon das Alltagsleben. Man beginnt, sein Leben nach dem Fernseher zu richten, statt den Fernseher dem Lebensrythmus anzupassen. Neben Nachrichten, Dokumentationen und Fachbüchern können auch die Unterhaltungsmedien starken Einfluss auf unser Weltbild nehmen, was wesentlich schlimmer sein kann. In diesem Fall geschieht das Ganze nämlich unbewusst. Gruppen oder Personen, politischer oder religiöser Natur, können mit Hilfe der Medien leicht als bösartig stilisiert werden.
Die Lösung aus der Problematik heißt: Zuerst Gedanken machen, selbst kontrollieren ob das, was da erzählt wird, wirklich der Realität entspricht. Bei Unschlüssigkeit oder fehlendem Fachwissen kann man versierte Vertrauenspersonen um Hilfe bitten, um Ihre Ansichten über ein Thema zu erfahren. Alleine die Tatsache, dass man sich über dieses Thema Gedanken macht, der erste Schritt zu einer Welt, wo die eigene Meinung an erster Stelle steht!
Auszugsweise aus der Seite: Schulzeug, von Schülern für Schüler: https://schulzeug.at/deutsch/eroerterungen/wie-beeinflussen-medien-unser...
Wen die Perspektiven der Generation "Praktikum" interessieren, die die Schule unkritisch durchlaufen haben, sollten sich 5 Minuten Zeit nehmen und anschauen, wie die Überlegungen des Kabarettisten Christoph Sieber dazu aussehen: https://www.youtube.com/watch?v=og0iMCYrc2k

"Mit leerem Kopf nickt es sich leichter", Zarko Petan, slowenischer Autor.

In diesem Sinne
Think global and buy local, global Denken und lokal Einkaufen
Ihr Bessunger Buchladen

Bessunger Buchladen Heidelberger Straße 81B 64285 Darmstadt, Deutschland